Freies W-Lan gibt es bald in Burgdorf und Baddeckenstedt…

Der Landkreis richtet drei Hotspots in der Samtgemeinde ein. Nicht versorgte Mitgliedsgemeinden wie Haverlah überlegen nun, ob sie selbst aktiv werden.
Von Jörg Werner David Salzgitter-Zeitung
Baddeckenstedt. In der Samtgemeinde Baddeckenstedt wird bald an drei Stellen kostenfreies W-Lan für die Internet-Nutzung zur Verfügung stehen: am Feuerwehrhaus Burgdorf, am Samtgemeinde-Rathaus und am Bahnhof in Baddeckenstedt.
Das sind 3 von insgesamt 25 sogenannten Hotspots, deren Einrichtung der Kreistag im vergangenen Jahr für den gesamten Landkreis Wolfenbüttel beschlossen hat.

„Die Standortauswahl in den Mitgliedsgemeinden des Landkreises ist nun abgeschlossen“, berichtet Kreissprecher Andree Wilhelm auf Nachfrage. Diese erfolgte in Abstimmung zwischen Kreis, Kommunen und Provider htp. Abhängig von der Wetterlage sollen bis Ende 2017/Anfang 2018 alle Hotspots in Betrieb sein.

Der Kreistag billigte auch die zu erwartenden Kosten von voraussichtlich 201 578,50 Euro, die laut Andree Wilhelm vom Landkreis getragen werden. „Die jährlichen Kosten von voraussichtlich 20 350 Euro übernimmt der Provider htp“, ergänzte Wilhelm auf Anfrage unserer Zeitung.

Die SPD-Kreistagsfraktion hatte zunächst einen Antrag zur Kostenermittlung gestellt, als der flächendeckende Ausbau des Landkreises für alle Haushalte mit schnellem Internet mit mindestens 25 MBit Übertragungsrate abgeschlossen war. Die SPD will „mobiles Surfen auch in allen Landkreisregionen mit schlechtem Mobilfunkempfang ermöglichen“. Statt flächendeckendem W-Lan wird als Kompromiss die jetzt gefundene Hotspot-Lösung realisiert.

Derweil machen sich die nicht vom Kreis versorgten Gemeinden Gedanken über eine W-Lan-Versorgung in ihren Ortsteilen. So will die CDU-Fraktion im Gemeinderat Haverlah wie berichtet erste Hotspots beantragen – an Stellen, die besonders für jugendliche Nutzer interessant sind.

Als mögliche Standorte nennt der CDU-Fraktionsvorsitzende Jochen-Konrad Fromme in seinem Antrag die Alte Schule in Haverlah mit Ausrichtung auf die Bushaltestelle an der Hauptstraße, das alte Feuerwehrgerätehaus in Haverlah mit Ausrichtung auf den Dorfplatz, das Dorfgemeinschaftshaus in Steinlah und das Sportheim in Steinlah.

Für seinen SPD-Amtskollegen André Beims ist kostenloses W-Lan nicht das vordringlichste Problem der Gemeinde. Auch weil „mobiles Internet ein hochdynamisches Thema ist“, bei dem die technische Entwicklung manche teure Investition schnell überflüssig machen könnte. „Die Übertragungsraten der Handys werden immer besser und die Tarife für große Datenpakete immer billiger“, sagt Beims, so dass vielleicht in wenigen Jahren keiner mehr auf W-Lan angewiesen seien.

„Beim Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Steinlah macht es aber auf jeden Fall Sinn, Hotspots einzuplanen“, so Beims. Dort ließe sich beobachten, wie das Angebot frequentiert werde.

Beim Bürgerforum will die Fraktion in der kommenden Woche beraten, ob und wie das Angebot von htp genutzt werde. „Es besteht aber schon Einvernehmen, dass wir keine flächendeckende Ausstattung mit Hotspots wollen“, erklärt Fraktionsvorsitzende Almuth Vöhringer.

Wenn dann in der Tat dort, wo sich Jugendliche treffen und einwählen können. Aber auch Almuth Vöhringer fürchtet, dass „die Technik schon veraltet ist, ehe wir sie installiert haben“. Zudem müsse die Gemeinde zwar nur ein Drittel der Kosten pro Hotspot-Gerät tragen, etwa 500 Euro. Es bleiben aber die jährlichen Betriebskosten.

Hotspot ? , stellt der Anbieter htp an den Partnerstandorten einen WLan- Internetzugang zur Verfügung, der im Sendebereich genutzt werden kann. Egal, ob mit Notebook, Smartphone oder Tablet. Die Reichweite sei von mehreren äußeren Faktoren abhängig: Wände, Fensterscheiben oder Funkstörer vermindern die Signalstärke. In geschlossenen Räumen könne man von maximaler Reichweite von etwa 50 Metern ausgehen.

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