Mobile Bürger bleiben gern im Dorf wohnen! SoVD Burgdorf macht sich stark für eigene und die Zukunft der Gemeinde…

Eine starke Mannschaft, der neu gewählte Vorstand des SoVD…


Burgdorf. „Wer die Landflucht bremsen und das Abwandern älterer Bürger in die nahen Städte verhindern will, der muss die Mobilität deutlich verbessern“, verkündete Ortsbürgermeister Bernd Brandes in seinem Grußwort bei der Jahresversammlung des SoVD-Ortsversbands Burgdorf. Der Sozialverband tagte in den Asselstuben Nordassel.

Wenn alles wie erwartet gut laufe, erhalte die Gemeinde Burgdorf, durch ein Landesförderprogramm finanziert, ein bis zwei Kleinbusse, stellte Brandes in Aussicht. Gerade für Bürger ohne eigenes Auto soll so die Fahrt zum Arzt, in die nahe Stadt oder zum Bahnhof erleichtert werden. Die Fahrer würden aus einem Freiwilligenpool rekrutiert und für das Warten auf den Bus Mitfahrerbänke aufgestellt. Als kleine Geldspritze für den SoVD-Ortsverband übergab der stark erkältete Bürgermeister einen „Knisterbrief“.

„Wir als SoVD engagieren uns auch für die autonome Dorfmobilität“, stieß der Ortsverbandsvorsitzende Heinz Kaatsch ins selbe Horn. Zudem habe der Sozialverband in zahlreichen Aktionen sich unter anderem für Inklusion stark gemacht und dafür eingesetzt, dass Frauen endlich den gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten. Kaatsch: „Wir haben in Wolfenbüttels City manch Riesenfass aufgemacht“. Der SoVD ermöglichte unter anderem spontane Diskussionen mit Politikern und überreichte Vertreterinnen des Frauenhaueses Wolfenbüttel eine Spende von 660 Euro, die für die Anschaffung einer Überwachungskamera dort genutzt wurde.

In den 101 Jahren seines Bestehens habe sich der SoVD von einer Organisation für Kriegsopfer und Hinterbliebene zu einem modernen Dienstleistungsverband gewandelt. Die stellvertretende Kreisvorsitzende Christine Wagenführ sagte in ihrem Referat, dass der SoVD nicht allein bei Rentenfragen oder Ärger mit der Krankenkasse, sondern in allen sozialen Fragen seinen Mitgliedern beratend zur Seite stehe. Auch Wagenführ dankte den ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern für deren Arbeit. Ohne Verbandsbasis würde die Spitze in der Luft hängen. Die stellvertretende Kreischefin macht sich stark für ein Aufweichen der traditionellen Geschlechterrollen und orientiert sich an Frankreich und den skandinavischen Ländern. Hier haben es Frauen leichter, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. die höhere Berufstätigkeitsquoten. Eine erwünschte Folge dieser Politik: Im Schnitt würden dort mehr Babys geboren. Wagenführ fordert eine gesetzlich vorgeschriebene Elternzeit für Väter als Schritt in die richtige Richtung.

Als weitere Termine für dieses Jahr gab der SoVD Burgdorf Tagesfahrten mit Schiffstouren am 9. Juni nach Mötzow sowie am 29. September in die Holsteinische Schweiz bekannt. Ein Rommee-Turnier ist am 6. Oktober in Hohenassel geplant, und am 18. Oktober wird Dr. Reinhard Pollok rund um das Thema Osteoporose informieren.

Die Vorstandswahlen bestätigten Heinz Kaatsch als Ortsvorsitzenden, seine Stellvertreterin bleibt Erika Schulle, Schatzmeisterin: Rosemarie Schuba, Schriftführerin: Gabriele Artmann, Frauensprecherin: Angelika Kaatsch, zu Beisitzer wurden Doris Böltge, Liselotte Küch und Peter Jekel ernannt. Kassenprüfer sind Edeltraud und Hans-Jürgen Claus sowie Elke Langer. Alle wurden ohne Gegenstimme gewählt.

Als Delegierte für den SVD-Kreisverbandstag werden am 8. September in die Wolfenbütteler Lindenhalle Erika Schulle und Gabriele Artmann entsandt. Ersatzdelegierte wären Rosemarie Schuba und Doris Böltge. Quelle SZ.-Zeitung Thomas

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